vor einiger zeit verschwand der schlüssel für einen unserer busse. alles wurde abgesucht, aber ohne erfolg. auch ein finderlohn von 500 kenianischen schillingen führte nicht zur auffindung des begehrten schlüssels. eines tages stand ruben vor diesem fallrohr, das wahrscheinlich noch nie genutzt wurde.

dieses fallrohr wird oder wurde
noch nie benutzt, außer von ruben..
er sagte: schlüssel, schlüssel! er liebt es mit schlüsseln zu spielen und nun wußte ich, das er ihn in dieses offene rohr geworfen hatte. dann ging es an die arbeit. ich habe das rohr versucht auszuspülen, aber es kam immer weniger wasser heraus als hinein gegeben worden war.

hier sollte der schlüssel oder
das wasser rauskommen
die geschichte geht noch weiter und wenn ihr es noch aushaltet diese wahnsinnsstory zu lesen, dann geht es hier weiter
ich warf tennis- und tischtennisbälle hinein, aber sie kamen nicht wieder heraus. dann papierschnipsel, ein kleines holzstück mit einer langen schnur dran, alles ohne erfolg. nun lieh ich mir von schwiegervater eine “rohrdüse”, ein schlauch mit einer düse, die sich durch den wasserdruck vom hochdruckreiniger selber im rohr fortbewegt, ohne erfolg. es half alles nichts: ich musste mit roher gewalt ran und habe wände aufgerissen,

diese wand mußte ich
aufreisen um an das rohr zu kommen

auch diese betondecke
musste aufgerissen werden
betonböden aufgebuddelt um näher an das rohr zu kommen. so habe ich die ganze leitung, gut 30m mit einem seil und einem lappen mehrere male durchgereinigt. alle bälle, holzstücke und papierreste und anderes kam heraus, nur der schlüssel nicht! ich ließ alle baustellen so offen, weil ich diesen schlüssel haben wollte und so schnell gebe ich nicht auf, bin halt stur und hartnäckig und ein richtiger wadenbeißer (laut marielle)! ich wusste, nach einer kleinen verschnaufspause würde ich genug kraft zum weitermachen haben. dann kamen die osterferien und ich erholte mich mit marielle und ruben in diguna. zur feier des tages, bat ich marielle mir eine frische jeans rauszulegen, sie liebt es meine klamotten heraus zu suchen… ihr wisst schon wie die geschichte ausgeht? ja, der schlüssel war in der hosentasche besagter jeans. die jeans ging einmal durch die wäsche und lag dann längere zeit im schrank. der oder die schuldige ist immer noch nicht gefunden…
mir kommt bei diesem erlebnis ein gedanke: viele menschen suchen nach diesem “schlüssel” für ihr leben. überall wird gesucht, alles wird probiert, alles wird durchsucht, aber irgendwie ohne erfolg. dabei liegt der schlüssel doch so nah, jeden tag vor augen. jesus sagt in der bibel in Lukas 11,9: Und ich sage euch auch: Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan. dieser jesus macht die türe auf, lässt euch rein und wir werden mehr finden als wir überhaupt gesucht habe. das ist mir einfach nach dieser aktion durch den kopf gegangen und ich bin dankbar, das ich beide schlüssel gefunden habe.
Flo schrieb
Super Story mit gelungener Pointe!
Hast Du die Baustelle wieder repariert oder
ist das immer noch alles offen??
Sebastian Klügel schrieb
Moin moin Harry und Familie,
hast dir ja richtig arbeit gemacht mit dem Schlüssel.:-)
Grüße aus dem inzwischen schon wieder verregnetem OWL.
See ya
Wastel
Anita schrieb
Das kommt vom blinden Aktivismus – beim nächsten Mal erst innehalten und das Hirn einschalten und dann erst die Wände einreissen. Aber dank Ruben hast du wenigstens was fürs Leben gelernt…
JKE schrieb
Toller Beitrag, Harry! Dann kannst Du ja jetzt mal den Wagen holen..