Archive forFebruar, 2007

Sandgewinnung

dieses schöne bild habe ich für alle bauarbeiter in deutschland gemacht, die sich über ihre harte arbeit beschweren. hier wird der sand aus einem trockenen flussbett geholt und dann weiter verkauft. die vier jungs bekommen @ 20 eurocent für das beladen eines LKWs. ich hatte auch mal das vergnügen einen noch größeren LKW mit sand zu befüllen. den sand erstmal über die ladekante zu werfen ist recht mühsam, vorallem wenn die sonne auf die birne brennt. zur belohnung gab es dann lecker bundeswehr essenspakete, die schon abgelaufen waren. bin mir aber sicher, dass sie nicht besser geschmeckt hätten wenn sie noch nicht abgelaufen gewesen wären. ein erlebniss war es auf jeden fall.

LKW Sand

der fahrer hat die aufgabe, wie der name bereits sagt, zu fahren. er hilft auf keinen fall mit. auch das entladen geschieht manuell und so verdienen weitere leute an dem sand. oft behauptet auch jemand, dass ihm das stück fluss gehört und so muss dieser eigentümer bezahlt werden. wenn dann der sand in nairobi ist kostet die tonne 10 €. ja, dann weiterhin frohes schaffen.

Kommentare

detmold

dieses hammer bild habe ich letztes wiedergefunden. es wurde 1984 in detmold in userer küche gemacht. hinten links ist mein bruder edwin und der rest sind meine verwandten. die frisur war damals unter den top ten. der top kam drauf und ten mal rum. bei mir saß er wohl ein wenig schief drauf.

harry 84

Kommentare (6)

Amboseli

wir hatten die möglichkeit einen kleinen ausflug als familie mit schwiegereltern und nati, als tochter, schwester, schwägerin, zu machen. wir fuhren in den amboseli nationalpark der rund 300km entfernt liegt. für diesen ritt haben wir gute 6h gebraucht. die straße war mal geteert, mal war es nur sand oder rote erde, aber das schlimmste stück waren 70 km wellblech. wenn jemand wellblech kennt dann kann man sich vorstellen wie sehr mir das herz schmerzt auf so einer straße zu fahren, das arme auto… wir haben dort auf einem campingplatz übernachtet der diesen namen eigentlich nicht verdient hat. als wir da so abends am lagerfeuer saßen hörten wir neben unserem zelt geräusche im busch. schwiegermutter sagte: das ist eine katze. das konnte ich aber kaum glauben den dazu war sie viel zu laut. ich bin hin und sah dann auch schon im taschenlapenlicht eine hyäne. irgend ein experte hatte vor uns sein übriges essen einfach in den busch geworfen. wir haben das tier dann noch mehrmals aufgescheucht aber es kam immer wieder zurück. so haben wir es einfach fressen lassen. wenn es was zu fressen hat wird es wohl uns nicht angreifen war unser gedanke.

ps.: die panga, eine machete, lag aber trotzdem immer griffbereit…

Kili

bei der fahrt durch den park konnte man wunderschön den kilimajaro sehen. der liegt im nachbarland tansania. leider waren keine elefanten vor dem berg, denn das ist das typische bild. da sag noch einer es gibt keinen schnee in afrika.

Elefant

auch diese beiden großen elefantenbullen konnten wir beobachten. der linke hatte bereits seinen rechten stoßzahn verloren.

Kommentare (4)

Mein kleiner roter Flitzer

100 4641

Ruben:

“Ich bin stolzer Besitzer
Von einem roten Flitzer,
Der fährt mich durch die Welt,
So wie es mir gefällt.

Ich fahre auf dem Hof sehr schnell,
Die Hunde folgen mit Gebell.
Die Straßen sind hier nicht sehr toll
Dabei wird sogar die Windel voll.

Die Sonne bruzelt heiß herunter,
Ne Pause macht mich wieder munter.
Opa, Oma, Onkel, Tante
Hiermit sag´ich herzlichst: Danke!”

100 4638

Kommentare (4)

Teenkreis und Jugendstunde

Heute Abend sind wir alle zusammen ins Kino gegangen - “The Pursuit of Happyness” (Happyness wird laut dem Titel tatsächlich mit “y” geschrieben!). Bei euch in Deutschland heißt der Film “Das Streben nach Glück”. Wir haben das halbe Kino besetzt! Und tatsächlich läuft im Kino (Junction - wer das kennt) noch vor Filmbeginn die Nationalhymne von Kenya. Fast jeder im Saal stand auf, während das Lied vorgespielt wurde und auf der Leinwand die kenyanische Flagge zu sehen war. Man stelle sich das mal in den deutschen Kinos vor… die deutsche Nationalhymne und jeder singt mit *haha*

Kino

Heute haben wir uns auch von Timo verabschiedet, der von Teenkreis zur Jugendstunde wechselte. Sobald man 15 wird, kann man zur Jugend wechseln. Für Timo war es nicht nur Abschied und ein neues Willkommen, sondern - unser kleiner Schweizer hat heute auch noch Geburtstag! Herzlichen Glückwunsch, lieber Timo!! Man beachte auf dem Bild, seine Rot-Weiße Mütze! Ihr müsst wissen: die Schweizer sind hier besonders stolz auf ihre Nationalität… a bsondrs Völkchli (wie au immer die das aussprechen, schreiben).
text by Lena

Timo

Kommentare

Mc Donald`s in Kenya

ja, ihr lest richtig. der erste, mir bekannte, Mc Rib von Mc Donald`s ist oder besser gesagt war in nairobi! meine schwägerin, nati, ist heute für einen urlaub nach kenya gekommen und hat mir einen riesen traum war gemacht. sie hat mir einen leckeren burger aus deutschland mitgebracht! na gut, er sah nicht mehr so aus wie auf dem werbeplakat aber er hat so geschmeckt. einfach genial, womit man mir eine so einfach eine so große freude bereiten kann.

Mc Rib

das war der letzte blick, den der Mc Rib in den nationalpark von nairobi werfen durfte. es war sein letzter wunsch und diesen habe ich ihm gerne erfüllt.

Mc Rib ex

nach 2 minuten in der mikrowelle hat er eine weiter minute überlebt. das bild zeigt nun den letzten happen und der hat es auch nicht mehr geschafft. mit einer kalten cola gegessen, was gibt es schöneres…

vielen dank nati, ich stehe in deiner schuld, asante sana, mingi sana!!

Kommentare (3)

Feld bestellen

timon, dessen eltern in malawi leben und arbeiten, erzählte mir eine kleine geschichte. ein mann kam an die tür und wollte geld verdienen in dem er das feld vom vater umgraben würde. timons vater fragte dann wozu er das geld bräuchte. der mann sagte dann: ich will damit meinen arbeiter bezahlen, der bei mir zu hause das feld umgräbt…

die angestellten, die uns im internat helfen, haben zuhause auch angestellte, die ihnen bei der feldarbeit oder im haus helfen. diese haben vielleicht auch wieder leute eingestellt, die ihnen helfen. dass die löhne von stufe zu stufe sinken ist ja wohl klar. so bekommen die leute auf dem land 50€cent pro tag, wenn überhaupt. mit so einem lohn kann man keine großen sprünge machen. so werden dann nur die jungs zur schule geschickt und die mädchen bleiben zu hause und arbeiten schon als kinder voll mit. der prozentsatz der analphabeten steigt immer weiter an, je weiter man aufs land fährt. hier trifft die redewendung: “was hänschen nicht lernt, lernt hans nimmer mehr” voll zu.

Kommentare

ich kann alles…

hier gibt es viele straßenhändler. man kann von bügeleisen, mützen, rolex bis zur deutschen zeitung alles an der straße kaufen. auch gibt es viele handwerker die einem die möbel aus holz oder stahl zusammenhämmern oder schweißen können. man kann echt schöne stücke finden und vor allem ist jedes stück ein unikat. heute habe ich dieses schild an der straße gesehen und dachte mir so, der wird in deutschland wohl nie einen job bekommen, weil er einfach überqualifiziert ist.

schildfundi

PSV- er kann als fahrer arbeiten, er macht stempel, kann schilder malen so wie seins zb., er ist maler, künstler, und rohrverleger oder wie auch immer das in deutsch heißt.

Kommentare (2)

Daniel and Susanne are back

gestern sollten daniel und susanne, zwei internatler die für ein halbes jahr in deutschland waren, von frankfurt nach nairobi fliegen. wir bekamen dann kurz vor ihrem abflug einen telefonanruf von ihrem vater. er sagte uns, das sie eigentlich nicht alleine fliegen dürfen und wir sollten dann in dubai bei emirates anrufen um zu bestätigen, dass wir sie hier in nairobi abholen werden. wir haben dann mit der frau in dubai gesprochen, wahrscheinlich war es die frau vom piloten, die ihm dann wohl sagte:du mustafa, nimm die beiden mal ruhig mit… so hat alles mit einigen hindernissen auch während des fluges geklappt und sie sind gut bei uns angekommen.

100 4628

Susanne, Rebecca, Daniel, Manuel

Kommentare

Ruben hat um 10 Uhr Pause

Ruben, 19 Monate, geht um 10 Uhr gerne mit Joyce, Damaris und Martin in die Pause. Da haben unsere Angestellten 20 Minuten, in denen sie bei sich im “staff quarter” sitzen, Chai trinken, Weißbrot essen und sich unterhalten. Martin, ganz hinten im Bild zu sehen, setzt sich gerne in sein Zimmer und schaut ein bisschen fern (er hat einen Minifernseher). Wenn ich in der Nähe bin, höre ich manchmal wie sie Ruben verschiedene Kikamba- Worte beibringen. So sagt er z.B. “asii!”, was ein Ausdruck des Erstaunens ist, so wie wow!” Auf dem zweiten Bild seht ihr ihn mit Astor, seinem Lieblingshund. Da mag es so manchem den Magen umdrehen bei soviel Nähe zu einem Hundeviech, aber es ist mir kaum möglich ihn von den Hunden fern zu halten und er war bis jetzt noch nie wirklich krank. Es sind seine Freunde, mit denen er den Morgen verbringt, während seine “Geschwister” in der Schule sind.

Ruben staff quarter

 

Ruben mit Astor

 

Vor kurzem waren wir abends, als Joyce`Mann übers Wochenende da war, zum Essen eingeladen. Joyce hatte Ugali (Maisbrei), Sukuma (Spinat) und eine Fleischsoße gekocht. Wir haben uns an Ugali und Sukuma gehalten und Martin hat kräftig beim Fleisch reingehauen. Beim Kauen hat es bei Martin geknackt und das waren die Knochen in der Soße! Joyce nimmt es uns nicht übel, dass wir vegetarisch essen. Sie weiß, dass wir “Wazungu” (Weißen) keine Fans von kenianisch zu bereitetem Fleisch sind.

Kommentare (5)